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Minatravelstheworld - Von San José bis nach Leon in Nicaragua

 

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Von San José bis nach Leon in Nicaragua

 

Um meinen Flieger in Santiago noch rechtzeitig zu erwischen, beschloss ich die 1000km per Autostop zurückzulegen. Was bei uns unvorstellbar wäre, war dort, laut Aussage der Einheimischen möglich. Und zwar stand ich nicht an irgendeiner kleinen Nebenstraße, um eine Mitfahrgelegenheit zu finden. Ich stellte mich mit meinem Radl auf dem Seitenstreifen der Autobahn und hielt meinen Daumen raus. Ich war mir erst etwas unsicher, aber als ich dann sah, dass auch Personen die Fahrbahn queren, fühlte ich mich etwas besser. Schon kurze Zeit später saß ich mit meinem ganzen Gepäck und meinem Fahrrad in dem ersten Auto. Für die Strecke von Osorno bis Santiago de Chile brauchte ich sechs verschiedene Fahrzeuge und zwei Tage.Von dort ging wenige Tage später mein Flieger nach San José in Costa Rica, meinem dritten Land auf dieser Reise.

Ich war aufgeregt, als ich in Costa Rica ankam. Es war mein erstes tropisches Land auf dieser Reise und als ich aus dem Flughafen kam, war ich mir gar nicht mehr so sicher, ob es so eine gute Idee sein würde, dort Fahrrad zu fahren. Mir wehte ein leichter Wind um die Nase, der sich mit über 35°C viel eher wie Föhnluft anfühlte, als wie Wind, so wie ich ihn von zuhause oder aus Patagonien kannte.

Meine Route ging von San José Richtung Süden, fast bis an die Grenze Panamas. Von dort aus folgte ich der Westküste und fuhr bis nach Leon in Nicaragua.

 

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Schon in der ersten Woche hielt bei einer Pause ein Motorradfahrer neben mir, der mir entsetzt auf Spanisch und gebrochenem Englisch zu verstehen gab, dass es viel zu gefährlich sei, als Frau alleine in Costa Rica unterwegs zu sein. Ich hatte zwar in den ersten Tagen das Gefühl, dass es schon anders war dort zu reisen, aber eher, weil so viele Dinge so neu waren.

 

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Noch nie zuvor war ich beispielsweise mit meinem Fahrrad an Palmen, Papayaplantagen oder Melonenfeldern vorbeigefahren. Ich sah zum ersten mal in meinem Leben, wie Mangos wachsen und lernte, dass das Kaktus- oder Agaveartig aussehende Gestrüpp auf den Feldern Ananaspflanzen sind. 

Der einzige Grund, wieso ich mich in den kommenden Wochen vielleicht etwas verunsichert gefühlt haben, war seine Aussage.

 

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Die Landschaft war interessant, die Temperaturen draußen machten mir jedoch zu schaffen. Mein Fahrradtacho zeigte in der prallen Sonne zwischendurch über 40°C an und ich fand schnell heraus, dass man bei dieser Hitze tagsüber vier bis fünf Liter trinken konnte, ohne einmal auf die Toilette zu müssen. Der Schweiß lief schon einfach bei der geringsten Anstrengung meine Arme und Beine herunter. Als ich mir Abkühlung im Meer erhoffte, musste ich feststellen, dass die Temperatur des Wassers an der Westküste eher der einer warmen Badewanne entsprach. Von Abkühlung war da keine Rede.

 

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Dennoch genoss ich den Monat, den ich in den beiden Ländern verbrachte. Ich lernte viele liebe Menschen kennen, machte einen Surfkurs, habe Krokodile, Faultiere, Echsen und Schildkröten in der freien Natur gesehen und war in einem alten Vulkankrater schwimmen.

 

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In meiner letzten Woche in Costa Rica nutzte ich das erste mal die Webseite ´Warmshowers.org´, von der mir schon Radfahrer in Chile erzählt hatten. Es handelt sich dabei um eine Online Plattform, auf der Menschen weltweit, meistens ebenfalls Leute, die gerne Fahrrad fahren, anderen reisenden Radfahrern eine Unterkunft und eine warme Dusche anbieten. Das ganze ist kostenlos und basiert auf den guten Willen. In Costa Rica war ich also bei meinem ersten Gastgeber, doch ich würde diese Plattform in den nächsten Jahren noch einige Male nutzen und mit vielen Leuten bin ich noch heute im Kontakt.

 

Ab zum nächsten Abenteuer, eure Mina

 

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